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Krise

Dienstag, 23. Oktober 2007 | Kein Kommentar | Abgelegt unter: Dummdidumm

Wie wird aus einem lauen Lüftchen ein Orkan? Nun, meist gehören immer zwei dazu. Auf der einen Seite einer, der mucksmäuschenstill alles abwartet, nix sagt und hofft, alles würde irgendwie gut werden – auf der anderen Seite einer, der hinter jedem Bäumchen eine Attacke sieht und sich ein Schleudertrauma durch zu heftiges hin und her gucken holt.

Prallen beide Seiten aufeinander, kommt es zwangsläufig zur Konfrontation. So belanglos die Dinge auch sein mögen – sie wurden weder angesprochen noch nach Wichtigkeit gemessen. Es kriselt in solchen Momenten.

Eine Einigung ist kaum erreichbar – beide fühlen sich verletzt. Beide hintergangen. Niemand gesteht dem anderen sein „Ding“ zu, ob banal oder nicht, es interessiert in diesem Moment keinen.

Genau hier bedarf es Abstand. Abstand, der nur gewonnen wird, wenn tief, ganz tief durchgeatmet wird.

Zur Zeit ist alles zu frisch, zu wund, um darüber hinweg zu sehen. Die Zeit kann Wunden heilen. Allerdings nur, wenn daran gearbeitet wird und alte Dinge nicht wieder zum Vorwurf werden.

Warum das Ganze? Wegen einer Nichtigkeit. Gekränkten Eitelkeit oder Naivität. Erwachsen sein ist manchmal zum Kotzen. Schippe auf den Kopf und gut ist! Tja, früher war alles leichter. Heute komplizierter – weil wir es so machen.

Wie es mir geht? Spitze

Dienstag, 16. Oktober 2007 | Kein Kommentar | Abgelegt unter: Dummdidumm

Seit Sonntag, na ja, ich gebe es zu, seit Freitagnacht (und ich könnte Euch noch die Uhrzeit nennen!), hat es mich erwischt. Erst nix schlimmes, ein bissl Husten, ein bissl Schnupfen, dazu fein garniert mit ein paar Kopfschmerzen. Und da Man(n) sich nicht hängen lässt, geht er brav zur Arbeit – und gibt nach ein paar Stunden mit sehr viel Selbstmitleid auf.

Heute morgen ging es dann zum Arzt. Die Quittung: Neben ein paar Viren scheint sich der Körper gerade auch noch regelrecht aufzupumpen. Bluthochdruck wie ein übergewichtiger 70-Jähriger. OK, letzteres habe ich schon lange vermutet, in Zukunft wird dagegen gesteuert.

Dafür trottete ich in die Apotheke und holte mir noch ein paar Kopfschmerztabletten, schließlich will Man(n) nicht leiden. Das Gespräch in Kurzfassung:

»Bitte eine Packung Thomapyrin.«

»Die Zehner oder die Zwanziger?«

»Die Männerpackung bitte.«

»Echte Männer benötigen keine Schmerztabletten.«

»Oh doch, ich bin ein echter Mann. Wehleidig, selbstbemitleidend. 20er Packung und dazu ein Tee.«

Beim Bezahlen meinte mit großen Augen eine etwas ältere Frau:

»Endlich gibt es einer mal zu. Männer sind Memmen.«

Neues Spielzeug

Samstag, 13. Oktober 2007 | Kein Kommentar | Abgelegt unter: Dummdidumm

Aye – da ist der Papa aber glücklich. Ende dieser Woche traf ein vorweihnachtliches Geschenk ein. Bevor das Paket allerdings aufgerissen wurde, stand ich verwundert vor der Haustür.

Bezahlt per Vorkasse, lieferte DHL das Objekt der Begierde, ohne dass einer von uns im Hause war. Von der Arbeit kommend, blickten wir vor die Tür und sahen halb unter der Fußmatte ein Fußball-großes Päckchen. Innen drin – eine ca. 500,- € teure Lieferung. Glück gehabt, denn es war unversehrt und vor allen: Da!

Danach ging es Schlag auf Schlag. Aufgerissen, ausgepackt, ausprobiert. Ergebnis: Perfekt!

Heaven’s Hung In Black

Freitag, 12. Oktober 2007 | Kein Kommentar | Abgelegt unter: Brüllwürfel, Dummdidumm

I can’t take anymore
I have no more wings
I can’t take anymore
The gates of heaven sealed

Don’t you hear me
Don’t you hear me
Don’t you fear me
Of never coming back
Do you know what it’s like
When heaven’s hung in black

I can’t take anymore
Our walls are black and bleed
I can’t take anymore
No rooms here for your screams

Don’t you hear me
Don’t you hear me
Don’t you fear me
Of never coming back
Oh, no more tears please
Hanging heaven black

No don’t you leave me to die
Don’t you leave me to die
Don’t you leave me to die
No don’t you leave me to die

And you’ll know what it’s like
The wailing wall of sighs
Hanging heaven black
And you’ll know what it’s like
When paradise is blind
When heaven’s hung in black

Time – How can you say
That I’ve no time
Am I blind – now you say that
Heaven’s blind, yeah
Across the bridge of sighs, blind, time, time

Oh lord, don’t you leave me to die
No, don’t you leave me to die
Don’t you leave me to die
No lord, don’t you leave me to die

And you’ll know what it’s like
The wailing wall of sighs
Hanging heaven black
And you’ll know what it’s like
When paradise is blind
Painting heaven black
Across the bridge of sighs
Your losing heaven’s light
Heavens hung in black

Ausschlafen

Donnerstag, 11. Oktober 2007 | 1 Kommentar | Abgelegt unter: Dummdidumm

Heute bis 2 Uhr, gestern ebenfalls – und da ich bei Zeit- & Selbstmanagement-Seminaren aufgepasst habe, besitze ich die Chance, einfach mal später ins Büro zu gehen. Ohne Nebenwirkungen. Dementsprechend lockte ein Ausschlafen. Wenn, ja wenn man mich nicht permanent unnötig wecken würde.

Ein schöner Morgen dürfte anders anfangen…

Elternrat

Donnerstag, 11. Oktober 2007 | Kein Kommentar | Abgelegt unter: Dummdidumm

Nun – Du sitzt auf irgend so einer Versammlung und noch Stunden davor denkst Du:

»Elternrat, das ist etwas für Menschen mit unendlicher Langeweile im Privatleben.«

Eine These, die ich jederzeit unterschreiben würde. Wer lässt sich freiwillig in ein solches Gremium wählen?

Heute Abend kam es knüppeldick für mich. Kein Christ, eher Atheist, dazu überhäuft mit nebenberuflichen Aspekten, die kaum eine vernünftige Vater-Sohn-Beziehung zulassen. Der „Perfekte Vater“ ist anders – zumindest in meinen Augen. Tja, und genau in solchen Momenten sitzt Du bei einem Elternabend im Kindergarten und wirst von einer guten Freundin als Elternrats-Kandidat vorgeschlagen.

Mit einem Lächeln quittiert, den Pfarrer symbolisch im Nacken, da gibt man sich ganz like Adenauer auch mal selbst die Stimme, wenigstens eine möchtest Du erhaschen. Plötzlich stehst Du aber ganz vorne und bist gewählt. Ohne zu wissen, welche Aufgaben nun auf Dich zukommen. Die erklärt Dir die Kindergarten-Vorsitzende in Windeseile. Ganz wichtig ein Punkt des letztjährigen Elternrates:

»Der Elternrat hat sich im letzten Jahr hervorragend beim Karneval engagiert!«

Todschlagargument – vernichtende Vorgabe. Niemals habe ich Karneval gefeiert, niemals hat mich Stadtpolitik interessiert. Leichter könnte ich einen Linksverteidiger aus einer B-Elf der Regionalliga nennen, aber Politik? Kirche? Eltern? Oh Gott: KARNEVAL!

Die Kehrtwende. Am Freitag lasse ich meinen Job sausen, Borussia darf alleine in Essen kicken – ich schieße Fotos zum Abschluss der „Kartoffelwoche“ im katholischen Kindergarten. Zumindest halte ich Kamera nebst Objektiv als Waffe vor mir, um aufgabengerecht das Fest zu begleiten.

Ein spannendes und hoffentlich lehrreiches Jahr… hitzige Diskussion gab es im Vorfeld, mal schauen, ob ich sie wenigstens jetzt wahrnehme und gegensteuern bzw. lotsen kann.