Keine Frage – Autos fährt bei uns in der Familie jeder mal kaputt. Manchmal der Papa, manchmal die Mama – immer abwechselnd der Reihe nach. Heute morgen mal wieder nen typischer Kozany.
Vorgeschichte: Mein Vater meldete sich für ein paar Wochen Urlaub ab und „parkte“ seinen Wagen bei uns. Sicherlich, ist es in einem beschaulichen Dorf auch so entspannt, da passiert halt nix. Mit der Einwilligung, dass Groß-Sohnemann auch mal damit fahren darf, wenn der Eigner nicht da ist, begann der Morgen.
»Papa? Dürfen wir heute mit dem Jeep von Opa zum Kindergarten fahren?«
Die Antwort war eindeutig, wenige Sekunden später saßen wir im Auto und fuhren in Richtung Hennef. An der Ampel angelangt, nur noch knappe 500 Meter zum Kindergarten, stoppte uns eine rote Ampel. Zwei Autos standen vor uns, wir reihten uns genüsslich ein. Und warteten. 10 Sekunden, vielleicht sogar 20 Sekunden – auf einmal ein Schubser von hinten.
»Papa? Was machst Du da?«
Der Kurze rechts neben mir wunderte sich.
»Nun ich begrüße die nette junge Dame hinter uns. Bleib kurz drinnen.«
Ausgestiegen, erntete ich nettes Hupen der umliegenden Fahrzeuge und übertönte diese mit einer herzlichen Begrüßung:
»Na? Gut geschlafen?«
Weniger humorvoll – weder von der Dame noch von dem umliegenden Fahrzeugen – empfangen, wickelten wir schnell die Formalien ab. Leichter Blechschaden, was will der Mann hier lange diskutieren.
Am Ende brachte es mehr als zwei Stunde Arbeit ein. Ob Schadensanzeige, Gutachter oder sonstiges – alles nur unnötiger Ärger. Dabei wäre alles so einfach. Mein Sohnemann:
»Es war doch rot. Warum hat die nicht gebremst?«