Donnerstag, 27. November 2008, 21:56
… abgesehen davon, dass ich heute von einer entfernten, älteren Bekannten als „herzloses Arschloch“ dargestellt wurde, erlitt ich in meiner reellen Welt einige Erlebnisse, die mich tiefer trafen – regelrecht ins Mark.
Nun gut – seit geraumer Zeit zähle ich schon an der Supermarkt-Kasse das Kleingeld ab. Ein sicheres Zeichen für langsame Rentenvorbereitung. Und wenige Augenblicke später finde ich mich in der Arbeitswelt wieder und rede von »das hätte ich mir früher mal erlauben sollen«.
Die Ruhe ist wie weggeblasen, die Gleichgültigkeit, die Lässigkeit. Alles nehme ich zu Herzen. Manchmal bewusst, manchmal unterbewusst.
Und weiter finde ich mich bei Gedanken der Kategorie »wenn Du dem dies aufträgst, zieht er direkt vors Arbeitsgericht«. Schon wieder klage ich über die Jugend.
Gerade ich. Einer, der zwanghaft versucht jung zu bleiben, die Gesetze der Zeit biegt und Lockerheit versprüht – zumindest will.
Was sagt die Umwelt? »Lass es nicht an Dich heran!« Verdammt guter Ratschlag. Wenn alles so einfach wäre…
… wirres Zeugs? Verdammt, ja, schließlich werde ich alt.
Dienstag, 25. November 2008, 21:41

Der Teufel fährt Panda
Es ist vollbracht – bekloppt wie man(n) ist, fixierten wir die Rand- und Rahmenbedingungen und zurrten das Kraftpaket fest.
Seit heute ist die Familie Kozany stolzer Besitzer eines Zweitwagens. Eigentlich nix weltbewegendes, schließlich fuhren wir immer wieder irgendwelche B-Cars durch die Hennefer Straßen. Nun allerdings hat Papa ebenfalls Spaß.
Im Vorgarten steht ab nächsten Montag ein Fiat Panda 100 HP. Da wird sich bald entscheiden, ob die Frau „ihr“ Auto endlich hat oder aber der Möchtegern-Hausherr sein Spielzeug ausführt. Schaun mer mal…
Montag, 24. November 2008, 23:41
Eine Vernunftentscheidung soll es werden – der Zweitwagen für unsere Familie. Spartanisch ausgestattet, Hauptsache billig. Schließlich soll er uns von A nach B bringen. Nicht mehr, auch nicht weniger.
Nun – da blicke ich auf meine eigene Jugend zurück. Fing mit einem Panda 750L an, toppte diesen anschließend mit einem Panda 1000er. Selbstverständlich sollte keiner mitbekommen, dass es sich um die 45 PS Maschine handelte, daher wurde der Aufkleber abgekratzt und durch ein 750er-Imitat ersetzt.
Knappe 10 Jahre später steht der nächste Panda vor der Tür und – nein – es handelt sich dabei freilich nicht um eine Vernunftentscheidung. Im Visier der Panda 100 HP. Ein kleines Kraftpaket, schließlich wollen wir Spaß, selbst beim Einkaufen.
Bekloppt. Aber was tut man(n) nicht alles, um seinen Spieltrieb zu fördern…
Sonntag, 23. November 2008, 21:12

Schneekönig
Schon am Freitagabend machte uns ein Tief Schwierigkeiten, den Besuch zu einer Geburtstagsfeier ins traute Hennef zu lotsen. Die Straßen waren auf einmal schneebedeckt und somit schieden die sommerbereiften Gäste schon mal aus.
Zwei Tage später – genauer genommen am Sonntagabend – schneite es auf einmal in ungewohnter Natur.
Selbstverständlich ging es in den Garten und – oh Wunder – ein klitzekleiner Schneemann sorgte für große Heiterkeit.
Montag, 17. November 2008, 22:41

Grinsebacke ohne zwei Zähne
Nunja, der Geburtstag ist für einen Jungen von über 5 Jahren meist noch in unendlicher Entfernung. In diesem Alter fallen dagegen die Milchzähne fast schon turnusmäßig aus. So geschehen am letzten Montag.
Extra im Hennefer Wirtshaus zum Spareribs-Essen gewesen, *plomp*, liegt der erste Milchzahn auf der Jeans. Natürlich müssen Kellner, Oberkellner und Chef-Koch die Beißleiste unter die Lupe nehmen – Klein-Joshua hat sein erstes Highlight.
Wir schrieben den 31. Geburtstag meines Bruders.
Eine Woche später – meine Frau und damit Joshuas Mama (heute ist es schon nicht mehr normal, dass Frau gleich Mama ist, daher extra angemerkt!) feierte ihren Burzeltag, beißt der Kurze in ein Laugenbrötchen hinein.
Schwups! Der nächste Zahn verlässt den Mund. Und der Youngster jubelt.
»Juhu! Der zweite Zahn!«
… nun, der nächste familiäre Geburtstag steht am 14. Dezember an. Zeit für die nächsten, wackligen Wochen…
Mittwoch, 5. November 2008, 22:13
… gewonnen. Unglaublich, ich habe es gehört, so gegen 06:00 Uhr heute morgen, kurz nach dem Aufstehen.
Eine nette Kollegin hörte dann im Büro die 12 Uhr Nachrichten und war völlig aus dem Häuschen. Barak Obama hätte gewonnen – als wäre dies eine Exklusivinformation. Ich unterdrückte meine Häme und äußerte nur:
»Hammer. Und ich lese gerade im Internet, die Sowjetunion hat sich gerade aufgelöst. Puh, eine echte Chance zum Wechsel!«
Dienstag, 4. November 2008, 10:15
Heute in der Früh schaltete ich ins Frühstückfernsehen und sah auf der ARD, dass alles entschieden ist. Im bekannten Dixville Notch krallte sich Barak Obama 15 Stimmen, während sein Konkurrent John McCain nur 6 zählbare einheimste.
Ehrlich – keine Ahnung, wie es insgesamt ausgeht, aber die USA hat in diesen und den anstehenden Stunden eine Chance, ihr angekratztes Image aufzupolieren. Mal sehen, ob sie diese kleine Möglichkeit auch nutzt!
Dienstag, 4. November 2008, 0:02
Ich war im Borussia-Park und fotografierte (mal wieder) eine Niederlage der Hausherren. Erste Liga halt. Nach der Partie verfolgte ich auf den Monitoren weniger die Reden von Hans Meyer & Co. – nein, mein Blick ging auf einen Bildschirm, der das Formel 1 Rennen aus Brasilien übertrug.
Als absoluter, quasi fanatischer, Ferrari-Fan, zitterte ich die letzten Sekunden mit den Roten – um am Ende zu sehen, dass ausgerechnet die Sindelfinger durch Glück und Glock den Titel gewannen.
Einen kurzen Augenblick fühlte ich mich wie ein Schalker. Nur kurz, für wenige Momente. Dann ging die Pressekonferenz los und entriss mich all dem Leid und Klagen. Dankenswerterweise. Denn den Stern trage ich nie im Herzen – nicht mal, wenn sie es ggf. verdient hätten.
Freitag, 31. Oktober 2008, 21:43
Schon komisch, da gehst du drei Wochen nicht mehr zum Sport, frisst am Abend wie ein Scheunendrescher und haust noch das eine oder andere Bier hinterher und kaum stehst du auf der Waage, da jubelst du.
In meinem Alter freut „Mann“ sich, wenn hinter der zweiten Kommastelle eine negative (also für mich positive) Veränderung stattfindet. Aber im Moment purzeln die Kilos nur so runter.
Stress! So das Zauberwort. Beim letzten Workshop haute ich gerade mal etwas mehr als einen Kilo runter – pure Angespanntheit war angesagt.
Nun aber muss sich etwas ändern, denn es stimmt an allen Ecken und Enden nicht. Mein rechter Oberarm macht mir zu schaffen. Kann nicht einmal eine Tasche heben, schon stechen Schmerzen hinein.
Und wie ist es geschehen? Irgendwann, vor 3 ½ Wochen – wutentbrannt in der Mittagspause. Zu viele Gewichte. Zuviel angestaute Wut. Da muss was passiert sein.
Nervig – aber die Schuld muss ich bei mir suchen. Ausnahmsweise. Dreck!
Montag, 27. Oktober 2008, 23:38
Kuscheltruppe oder Team? Vieles auf dieser Welt könnte so einfach sein, wenn mit offenem Visier gekämpft werden würde.
Ist es aber nicht.
Also schließen wir uns ein und suchen den Feedback-Burger. Ihr kennt diesen nicht? Der ist ganz einfach.
„(Phrase) –Dies– finde ich besonders gut an Dir, (Phrase) –jenes– solltest Du vielleicht an Dir verbessern und (Phrase) –dieses– unbedingt beibehalten.“
Ein jeder, der diese Vorgehensweise kennt, schlägt beim ersten Drittel ALARM! Danach gehen die Ohren auf Durchzug und das Hirn rattert… wie zahle ich es ihm heim. Am Besten mit dem Modell „Feedback-Burger“. Ist ja so herrlich einfach.