Arrivederci Nicola!

Donnerstag, 10. Dezember 2009, 21:46 § 0

Vor vielen, ja sehr vielen Jahren, debütierte ein Fahrer in der DTM. Erinnere mich noch… es war April im Jahre 1993 und Alfa Romeo versuchte sich mit dem 155er das erste Rennen in Zolder.

Nach den ersten Trainingseinheiten fragte das ZDF bei dem Neueinsteiger nach. Nicola Larini, bis dato eher unter „ferner liefen“ bekannt, antwortete brav – ja fast schon unverschämt – in die Mercedes angehauchten Mikros.

»Herr Larini, wie realistisch schätzen Sie das Rennen am Sonntag ein?«

»Ich will gewinnen und daher möchte ich einen Sieg.«

»Naja, Sie sind Neueinsteiger wie Ihr Team – ist denn nicht schon ein Platz unter den ersten Zehn ein Erfolg?«

»Wenn ich erster werde, sicherlich!«

Mit großem Lächeln wurden die mutigen Ansagen des Newcomers betrachtet. Am Ende dominierte Nicola Larini zusammen mit Teamkollege und Ex-Formel 1 Fahrer Christian Danner das Rennen. Platz 1 für ihn im ersten Lauf, Platz zwei für Christian Danner. Der zweite Lauf ebenfalls – Nicola Larini ließ Christian Danner nur am Auspuff schnüffeln.

Die Alfa Romeo Premiere war gelungen, der Meister am Ende der Saison hieß wie der Auftaktsieger. Nicola Larini. Mit elf Siegen behielt der Italiener die Oberhand.

Vor fünf Jahren fand sich der Racer bei US-Unternehmen Chevrolet wieder und trat in der WTCC an. Hier blieb er in seinen ersten beiden Jahren Team-Bester, an die Erfolge von damals konnte Nicola Larini nicht mehr anknüpfen.

Arrivederci Nicola!

Arrivederci Nicola!

Jetzt kehrt er dem täglichen Motorsport den Rücken. Mittlerweile unglaubliche 45 Jahre alt, möchte sich der ehemalige Ferrari Formel 1 Fahrer den Stress nicht mehr antun und kokettiert mit einer ausklingenden Karriere in der GT2. Hier absolvierte er vor wenigen Tagen in einem Ferrari F430 einen ersten Testlauf und gewann gleich zwei Rennen hintereinander…

… Qualität setzt sich immer durch. Schade, dass sie irgendwann zu alt für den Rennsport werden.

Mit Nicola Larini verliert der professionelle Autosport einen Größe, die Talent und Charakter in einem Guss zeigte. Ich hoffe, er wird mir irgendwann noch einmal auf der Nordschleife über den Weg laufen. Dem Wohnzimmer von Klaus Ludwig. Nie befahren, kurz vor der DTM mit einem Mietwagen zwei Runden umkurvt, um am Ende der Mercedes Legende zu zeigen, was es heißt, wenn ein richtig guter Rennfahrer in einem fantastisch abgestimmten Auto sitzt.

Nicola Larini und Alfa Romeo – für mich zwei untrennbare Größen!

3-4-23-30-43-44

Mittwoch, 23. September 2009, 20:43 § 0

Ist ja nicht so, dass ich wirklich spiele – eher sporadisch, so ganze 1x im Jahr. Diesen Mittwoch blieb ich in der Mittagspause mit einer Arbeitskollegin stehen. OK – schnell den Schein ausgefüllt und die 30 Millionen aus dem Jackpot sofort in Gedanken ausgegeben.

Punkt 1:
1 Million Spielgeld – ab ins Autohaus. Zuerst einen Fiat 500 von Abarth, dann einen Punto, ebenfalls von Abarth. Zusätzlich noch einen Alfa Romeo Brera und zu guter letzt einen Porsche GT3 RS. Für den Rest kaufe ich mir Tankgutscheine.

Punkt 2:
Ich kaufe alle Top-Kameras inkl. der Objektive und als erstes visiere ich eine Antarktis-Tour an. Nachdem ich von Hand ein Pinguin gefüttert und ein Pinguin-Baby gerettet habe, schicke ich meiner Kollegin eine MMS mit dem Videobeweis, die mir flugs antwortet, dass sie gerade auf den Seychellen von meinem Bruder einen Kaffee serviert bekommt.

Punkt 3:
Nochmals ins Autohaus – vorausgesetzt, die Zahlen, die die sechs Richtige einbringen, kommen von meiner Kollegin. Sie darf sich dann von meiner Hälfte ein Cabriolet aussuchen – ganz gleich, was es kostet.

Punkt 4:
Ein kleines Anwesen in Frankreich – Bretagne. Das wird mit Breitband-Internet versorgt, dazu fein ausgebaut und eingerichtet, alles direkt am Meer. Und in der Woche ruft Papa Olaf seine Familie an, weil er wieder unterwegs ist: »Bin gerade auf den Weg an die spanische Atlantikküste – soll heute Windstärke 9 geben, dazu 12 in Böen. Da das Meer seit 5 Tagen tobt, gibt’s fantastische Leuchtturm-Bilder!«. Am Ende arbeite ich nur noch freizeitlich für Postkartenverleger…

Punkt 5:
Irgendwann gehe ich ans Telefon und sage meinem derzeitigen Arbeitgeber, dass ich mich anderweitig umorientiert habe…

Die Realität am Abend hieß: 3-4-23-30-43-44

*PUFFF* – Was bringen eigentlich drei Richtige? Und wann muss ich morgen auf der Arbeit sein?

»Fahr’ lieber VW…«

Montag, 21. September 2009, 14:11 § 0

… irgendwann vor mehreren Jahren fuhr ich glücklich und zufrieden mit meinem neuen Alfa Romeo 156 auf den Parkplatz und kaum ausgestiegen, lästerten die Kollegen los. Ob ich gerne in der Werkstatt stehe, Fehler lieben würde oder Plastikschrott möge.

»Ich fuhr auch einmal einen Alfa, nie wieder! Wie kann man sich nur für so ein Auto entscheiden, es geht nichts über VW oder Audi.«

Nun gut – ein Mercedes zerstörte (wie damals schon in der DTM) einen Alfa Romeo, leider ausgerechnet meinen. Und da der plötzliche Verlust eine schnelle Entscheidung nach sich ziehen musste, hieß das neue Auto VW Touran.

Seit 2 ½ Jahren fahre ich nun diesen „es geht nichts über“-Wagen und stehe, wie soll es auch anders sein, turnusmäßig in der Werkstatt, weil das Armaturenbrett vorweihnachtliche Christbaumbeleuchtung spendet.

Mittlerweile habe ich aufgehört, zu zählen, wie oft ich mit meinem VW Touran außerplanmäßig die Werkstatt aufsuchen musste. Eins weiß ich – drei Jahre Alfa Romeo und ich musste nie auf die Hebebühne.

Seit heute steht für mich fest – ich fahre nie wieder VW.

Where Am I?

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