Wechsel von Arcor bzw. Vodafone zu Telekom

Montag, 15. März 2010, 15:49 § 0

… leicht gemacht. So unglaublich es klingt, aber dies steht in den Anzeigen und Micro-Sites der Telekom. Also fülle ich die Webformulare ordnungsgemäß aus, habe sogar schon eine Kündigung von Arcor bzw. Vodafone und mit einem Klick – alles sollte problemlos laufen. Selbst meine Portierungsanzeige wurde gerne von der Telekom in Empfang genommen.

Eine Auftragsbestätigung fehlt, seit zwei Monaten, diese kann laut Telekom erst kommen, wenn meine bisherige Festnetz-Nummer von Vodafone freigegeben wurde. Mehrmaliges Nachfragen bei der Service-Hotline (0800) 330 10 00 hilft hier nicht wirklich weiter. Ob Endgeräte oder Zugangsdaten für den ebenfalls mitbestellten DSL-Anschluss… alles wird reibungslos zum anvisierten Wunschtermin von mir geschehen.

Seit Freitag letzter Woche ist mein Anschluss tot, ebenfalls tot: Internet. Herrlich, kann ja endlich Telekom aktiv werden.

Denkste, die Nummer hängt weiter bei Vodafone, die angeblich von meiner Rufnummer-Portierung nix wissen, sehrwohl mir anbieten, bei Vertragsverlängerung innerhalb von Stunden alles zur Verfügung zu stellen. Bei der Telekom erreiche ich Dutzende von verschiedenen Mitarbeitern. Die einen sagen, es dauert in der Regel 2 bis 5 Wochen, bis ich einen Telefonanschluss bekomme, die anderen reden von 30 Tagen und die Krone setzte eine Mitarbeiterin auf, als sie mir die von der Regulierungsbehörde gesetzlich festgeschriebene Frist von 120 Tagen schmackhaft machte.

»120 Tage, das ist auch die Regellaufzeit bei solchen Fällen.«

Also vier Monate ohne Internet und ohne Telefon. Hurra! Und da ich bei soviel fehlender Spontanhilfe selbst kreativ werde, bitte ich jeden einzelnen Hotliner um eine Lösung. Ob einen Stick, mit dem ich wenigstens ins Internet gehen kann oder eine vorläufige Rufnummer, um irgendwann meine alte draufschalten zu lassen… scheinbar überfordert dies das Fachpersonal der Telekom. Am Ende werde ich sogar noch insoweit beraten, dass ich einen Anwalt einschalten soll, um den Druck auf Vodafone zu erhöhen.

Irgendwie schon abenteuerlich, wie wenig so ein Call-Center hier helfen kann, zumal mein über Umwege eingeleitetes Troubelshooter Ticket anscheinend auch kurzfristig keine Verbesserung einbringt. Dementsprechend schlug ich nun den letztmöglichen Weg ein – auf zum T-Punkt.

Und? Nun, auf einmal ist alles kein Problem. Natürlich erst dann, wenn sich auch wirklich mal einer mit Lösungen beschäftigt. Ergebnis: Ab nächste Woche Montag bekomme ich eine vorläufige neue Nummer, auf die irgendwann nach erfolgreicher Portierung meine alte geschaltet wird. Dazu einen DSL-Anschluss und die nötigen Endgeräte in die Hand gedrückt.

Sicherlich bleibt vorerst mal übrig, dass ich noch weitere 7 Tage ohne Telefon und Internet bin. Allerdings erkenne ich Licht am Ende des Tunnels und Gewissheit, nur noch wenige Tage unter den unseriösen Kundenbindungsmaßnahmen der Vodafone gefangen zu sein.

Digitales Zeitalter rulez!

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