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Gleich an meinem zweiten Tag auf dieser Welt habe ich dann direkt mal meine Chefallüren gezeigt. Als die Mama mich wickeln wollte
und Sie mir die Pampers ausgezogen hat, spürte ich durch die plötzliche Kälte so einen leichten Druck auf der Blase. Da das, wie Ihr
sicher wisst, nicht so schön ist, habe ich erst mal laufen lassen und meine Mama getauft! An meinem vierten Lebenstag habe ich dann
etwas ganz erstaunliches entdeckt. Ich besitze ja zwei Daumen an denen ich lutschen kann und das beruhigt ungemein sag ich Euch. Aber
Mama hat mir umgehend diesen Spaß verdorben. Sie hat sich so ein komisches Plastikding mit Gummi vornedran besorgt und mir anstatt des
Daumens in den Mund gesteckt. Sowas lass ich mir ja nicht einfach gefallen. Ich weiß schon, wie ich den wieder loswerde. Kräftig mit
der Zunge dagegen und ab gehts mit dem Schnuller. Schaun wir doch mal wer hier mehr Geduld hat.
Nach fünf Tagen sind wir dann aus dem Krankenhaus ausgezogen und nach Hause gefahren. Dort angekommen erwartet mich gleich die nächste
Überraschung. Anna, Chance, Biju und Stanley. Die sehen ganz anders aus wie Mama und Papa. Wie man mir erklärt hat sind das zwei Hunde
und zwei Katzen, die gehören zur Gattung Tiere. Als Begrüßungsgeschenk bin ich erstmal gründlich gewaschen worden. Die haben
das wohl im Krankenhaus nicht ordentlich genug gemacht. Meinen ersten richtigen Ausflug habe ich dann auch mit Mama gemacht, indem
ich mit ihr nach Fiersbach zu Oma und Opa gefahren bin. Wir waren dann spazieren und Oma war stolz wie Oskar. Alle waren total
begeistert, aber ich bin ja extrem schlau und habe mich natürlich nur von meiner besten Seite gezeigt. Als Mama dann mit mir
wieder zu Hause war wollte sie mich einfach hinlegen. Das hatte sie sich so aber auch nur gedacht. Nicht mit mir ! Da habe ich ihr
erstmal lautstark klar gemacht, dass ich gar nicht müde bin. An Mama und Papa habe ich mich ziemlich schnell gewöhnt.
Die sind eigentlich ganz nett. Deshalb habe ich ihnen auch gezeigt, wie schön ich lächeln kann. Wenn ich das mache,
schmelzen alle dahin. Damit ich sie anlächle machen die beiden den ganzen Tag Faxen für mich. Das ist sehr unterhaltsam.
Mein erstes Fotoshooting hatte ich mit 4 Wochen. Das war ganz schön anstrengend, denn ich sollte meinen Kopf hoch halten. Danach war
ich ziemlich platt und habe erstmal eine Mütze Schlaf eingefordert. Mit 9 Wochen passierte dann etwas weniger schönes,
einem Angriff schrecklicher Magen-Darm-Viren konnte mein Immunsystem nicht standhalten und ich musste mit Mama in die Kinderklinik
einziehen, damit die mich beobachten können. Zum Glück konnten wir aber vor Ostern wieder heim.
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