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Mit 4 Monaten gab's dann das erste Mal was anständiges zu futtern. Naja, dachte ich jedenfalls zuerst. Es gab Möhrchen.
Nach 4 Tagen habe ich mir dann überlegt, dass ich das doch nicht so richtig toll finde und hab's einfach wieder ausgespuckt. Da
meine Mama aber auch ziemlich schlau ist, hat sie mich überlistet und die Milch mit Möhrensaft gemischt und diesen Anteil
immer mehr gesteigert. So habe ich mich dann auch an den Geschmack gewöhnen können und seitdem finde ich Möhrchen
superlecker. Im Juni ist dann was ganz tolles passiert. Mama hat ein Planschbecken für mich gekauft und ich durfte das erste
Mal planschen. Das war vielleicht lustig.
An Papas Geburtstag im Juli habe ich dann nochmal so richtig gezeigt wie laut ich
schreien kann. Mama konnte die Wände hochgehen, aber Hauptsache ich hatte meinen Spaß. Und dann hatte meine Mama eine ganz
tolle Idee. Sie hat ein Gefängnis für mich restauriert wo schon mein Onkel Andreas drin rumgekrabbelt ist. Hier habe ich
mächtig viel Platz und kann endlich üben mich vom Rücken auf den Bauch zu drehen. Als wir dann nochmal bei Annika
und Meike zu Besuch waren, fand ich das nicht mehr so lustig wie die Male zuvor. Die Meike wollte dauernd an mir rumfummeln, sie mag
mich halt so gerne.
Ende Juli bin ich das erste Mal mit Mama zum Babyschwimmen ins Aggua nach Troisdorf. Das war im Großen und
Ganzen ein Mordsgaudi bis auf das Tauchen. Da weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Im August hat sich dann so ein weißes
Ding unten durch mein Zahnfleisch gebohrt und ein paar Tage später noch eins. Mann, das hat vielleicht weh getan. Angeblich bekommt jeder Mensch
32 Zähne. Wozu ICH die brauchen soll, ist mir im Moment noch ein Rätsel. Es war alles gut, wie es war. Nach ca. 2 Wochen waren sie dann
endlich ganz draußen und jetzt ist mir klar was ich damit anstellen kann. Ich kann jetzt prima meine Eltern ärgern. Wenn die mir
den Finger in den Mund stecken, beiß ich ganz schnell zu. Finde ich ja lustig, sie allerdings weniger. Was stecken sie mir auch die
Finger in den Mund.
Ende August habe ich angefangen zu robben, anfangs war's schwer aber nach ein paar Wochen ging's schon richtig gut.
Papa sagt zwar immer, ich krabbele wie ein angeschossener Kriegsveteran, aber davon lasse ich mich überhaupt nicht beirren. Es lässt
sich auch viel mir anstellen, wenn man irgendwie voran kommt. Mein Liebelingsspielzeug ist zur Zeit der Wassernapf von Chance und Anna. Den
kippe ich des öfteren mal um und plansche in der Pfütze. Ich finds total spaßig, Mama schimpft aber leider immer.
Ab dem Zeitpunkt sind wir oft zu Oma und Opa Bocholt gefahren, das Oma schwerkrank im Krankenhaus lag. Sie hat sich immer wahnsinnig gefreut
mich zu sehen und ich fand's auch schön.
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